Urlaubskurs · Kroatisch

Kroatisch für den Urlaub — Grundwortschatz & wichtige Sätze in 2 Wochen

Lerne Kroatisch für den Urlaub schnell und kostenlos: In 2 Wochen reisefertig mit den wichtigsten Sätzen — inklusive Aussprache und Audio zu jedem Wort.

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bok
hallo
2 Wochen
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Wortschatz

Die wichtigsten Wörter & Sätze

Begrüßung

6 Vokabeln
bok
/ BOK /
hallo
dobar dan
/ DO-bar DAAN /
guten Tag
molim
/ MO-lim /
bitte
hvala
/ HVA-la /
danke
doviđenja
/ do-wi-DJE-nja /
auf Wiedersehen
oprostite
/ o-PROS-ti-te /
Entschuldigung

Restaurant

6 Vokabeln
jelovnik, molim
/ YE-low-nik MO-lim /
die Speisekarte, bitte
stol za dvoje
/ STOL za DWO-je /
einen Tisch für zwei
račun, molim
/ RA-tschun MO-lim /
die Rechnung, bitte
negazirana voda
/ ne-ga-ZI-ra-na WO-da /
stilles Wasser
jedno pivo
/ YED-no PI-wo /
ein Bier
što preporučujete?
/ SCHTO pre-po-RU-tschu-je-te /
was empfehlen Sie?

Hotel

6 Vokabeln
trebam sobu
/ TRE-bam SO-bu /
ich brauche ein Zimmer
imam rezervaciju
/ I-mam re-zer-WA-tsi-ju /
ich habe eine Reservierung
imate li WiFi?
/ I-ma-te li WAI-fai /
haben Sie WLAN?
ključ, molim
/ KLJUTSCH MO-lim /
der Schlüssel, bitte
doručak
/ DO-ru-tschak /
das Frühstück
kada je odjava?
/ KA-da je OD-ja-wa /
wann ist der Check-out?

Einkaufen

6 Vokabeln
koliko košta ovo?
/ KO-li-ko KOSCH-ta O-wo /
wie viel kostet das?
preskupo je
/ PRE-sku-po je /
zu teuer
druga veličina
/ DRU-ga we-LI-tschi-na /
eine andere Größe
samo gledam
/ SA-mo GLE-dam /
ich schaue nur
primate li kartice?
/ PRI-ma-te li KAR-ti-tse /
nehmen Sie Karten?
uzet ću ovo
/ U-zet tschu O-wo /
ich nehme es

Notfall

6 Vokabeln
upomoć!
/ U-po-motsch /
Hilfe!
zovite policiju
/ ZO-wi-te po-LI-tsi-ju /
rufen Sie die Polizei
trebam liječnika
/ TRE-bam li-JETSCH-ni-ka /
ich brauche einen Arzt
izgubio sam se
/ iz-GU-bi-o sam se /
ich habe mich verirrt
gdje je bolnica?
/ GDJE je BOL-ni-tsa /
wo ist das Krankenhaus?
zovite hitnu pomoć
/ ZO-wi-te HIT-nu PO-motsch /
rufen Sie einen Krankenwagen
123

Zahlen

6 Vokabeln
jedan
/ YE-dan /
eins
dva
/ DWAA /
zwei
tri
/ TRII /
drei
četiri
/ TSCHE-ti-ri /
vier
pet
/ PET /
fünf
šest
/ SCHEST /
sechs
Warum Langula

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Warum sich ein paar Brocken Kroatisch für den Urlaub wirklich lohnen

Kroatien gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen — und das nicht ohne Grund. Die Adriaküste von Istrien im Norden über die Kvarner Bucht bis hinunter nach Dalmatien bietet glasklares Wasser, kiesige Buchten, Pinienwälder und historische Städte, die viele mit dem Auto in einem langen Tag erreichen. Genau diese Nähe macht Kroatien für Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Klassiker für den Sommer: Man packt den Wagen, fährt über Slowenien ein und steht wenige Stunden später an der türkisen Adria.

Doch sobald du die großen Ferienanlagen verlässt und in eine kleine Konoba im Hinterland von Split einkehrst, auf dem Markt in Zadar Feigen kaufst oder in Rovinj nach dem Weg zum Hafen fragst, merkst du: Ein freundliches "dobar dan" und ein herzliches "hvala" öffnen Türen, die Englisch allein verschlossen lässt. Kroatisch ist eine slawische Sprache, und für deutsche Ohren klingt sie zunächst fremd — aber sie ist überraschend gut lernbar, weil sie fast vollständig lautgetreu geschrieben wird. Wer sich vor dem Urlaub ein paar Stunden Zeit nimmt, kommt an der kroatischen Küste spürbar herzlicher an.

Aussprache: Kroatisch liest man so, wie man es schreibt

Der größte Vorteil beim Kroatischlernen für den Urlaub: Die Schrift ist nahezu phonetisch. Jeder Buchstabe steht für genau einen Laut, und dieser Laut ändert sich nicht je nach Position im Wort. Hast du dir einmal gemerkt, wie die einzelnen Zeichen klingen, kannst du praktisch jedes kroatische Wort korrekt vorlesen — auch wenn du seine Bedeutung nicht kennst. Das ist ein riesiger Unterschied zum Französischen oder Englischen.

Ein paar Sonderzeichen solltest du kennen, denn sie tauchen ständig auf Ortsschildern und Speisekarten auf. Das "č" und das "ć" klingen beide ungefähr wie ein deutsches "tsch" (das ć etwas weicher), das "š" wie "sch", das "ž" wie das weiche französische "j" in "Journal", und das "đ" wie ein weiches "dsch". So spricht man Šibenik als "Schibenik", Brač als "Bratsch" und die Nachspeise "palačinke" als "Palatschinke" aus — Letzteres kennen Österreicher ohnehin.

Die Betonung ist im Kroatischen frei, das heißt sie liegt nicht immer auf derselben Silbe. Als Urlauber musst du dir darüber aber keine grauen Haare wachsen lassen: Selbst wenn du die Betonung mal daneben legst, wird man dich verstehen. Kurios für Deutsche ist, dass das "r" eine ganze Silbe bilden kann, ganz ohne Vokal. Die berühmte Kvarner Insel Krk wird deshalb tatsächlich als "Kerk" gesprochen — mit einem gerollten r als Silbenkern. Wer das einmal begriffen hat, stolpert über kroatische Ortsnamen deutlich seltener.

  • č und ć ≈ "tsch" (ć weicher) — Korčula, ćevapi
  • š ≈ "sch" — Šibenik, Hvar-Nachbar
  • ž ≈ weiches französisches "j" — Županija (Bezirk)
  • đ ≈ weiches "dsch" — Đakovo
  • silbenbildendes r — Krk klingt wie "Kerk"

Höflichkeit auf Kroatisch: dobar dan, molim und hvala

Kroaten legen wie viele Mittelmeervölker Wert auf Höflichkeit, und ein paar Worte in der Landessprache gelten als echtes Zeichen des Respekts. Der wichtigste Gruß ist "dobar dan" (guten Tag), morgens sagt man "dobro jutro" und abends "dobra večer". Ein lockeres "bok" entspricht unserem "hallo" oder "tschüss" und ist unter jüngeren Leuten allgegenwärtig. Zum Abschied passt "doviđenja" (auf Wiedersehen).

Die beiden Zauberwörter für jeden Urlaubstag sind "molim" und "hvala". "Molim" heißt "bitte", dient aber auch als "gern geschehen" und als höfliches "wie bitte?", wenn du etwas nicht verstanden hast. "Hvala" ist das "danke", verstärkt zu "hvala lijepa" (vielen Dank). Wenn du nach etwas fragst, hängst du gern ein "molim" an, etwa "jedan kava, molim" für einen Kaffee. Beim Trinkgeld ist man in Kroatien entspannt: In der Konoba oder im Café rundet man den Betrag auf oder lässt bei zufriedenstellendem Service rund zehn Prozent liegen — üblich, aber keine strenge Pflicht.

Praktisch zu wissen: Kroatien ist seit 2023 in der Eurozone, du zahlst also mit Euro und musst dich nicht mehr mit der alten Kuna herumschlagen. Zugleich ist das Land Teil des Schengen-Raums, sodass die früher oft langen Wartezeiten an der Grenze bei der Einreise über Slowenien meist der Vergangenheit angehören. Für die beliebte Autoanreise an die dalmatinische Küste ist das eine spürbare Erleichterung.

In der Konoba: Fisch, Ćevapi und kava richtig bestellen

Kaum etwas gehört so sehr zum Kroatienurlaub wie ein langer Abend in einer Konoba — der typischen, oft familiengeführten Taverne mit regionaler Küche. Die dalmatinische Küste lebt vom Meer: Gegrillter Fisch ("riba"), Tintenfisch ("lignje"), Muscheln und die schwarze Tintenfisch-Risotto "crni rižot" stehen fast überall auf der Karte. Im kontinentalen Landesinneren und auf dem Balkangrill dominieren die "ćevapi", kleine gegrillte Hackfleischröllchen, meist mit Zwiebeln und dem Ajvar-Verwandten serviert. Ein einfaches "ćevapi, molim" bringt dich hier weit.

Wenn du bestellen willst, hilft dir "jelovnik, molim" (die Speisekarte, bitte) und zum Schluss "račun, molim" (die Rechnung, bitte). Möchtest du wissen, was das Haus empfiehlt, fragst du "što preporučujete?". Prost heißt "živjeli!" — ein Wort, das bei einem Glas Plavac-Rotwein von der Halbinsel Pelješac oder einem Grappa-artigen "rakija" garantiert fällt.

Ein Kapitel für sich ist der Kaffee. "Kava" ist in Kroatien weit mehr als ein Getränk — sie ist ein soziales Ritual. Man setzt sich, oft stundenlang, in ein Café an der Riva (der Uferpromenade) und lässt bei einem Espresso oder Cappuccino das Leben vorbeiziehen. "Idemo na kavu" (lass uns einen Kaffee trinken gehen) ist eine Einladung zum Gespräch, nicht zum schnellen Koffeinschub. Wer diese Gelassenheit mitmacht, erlebt ein sehr echtes Stück kroatischer Alltagskultur.

Unterwegs: nach dem Weg fragen, Markt und Einkauf

Ob in den Gassen der Altstadt von Dubrovnik, auf dem Weg zu den Wasserfällen des Nationalparks Plitvicer Seen oder beim Bummel durch Zagrebs Oberstadt — irgendwann fragst du nach dem Weg. Der Einstieg gelingt mit "oprostite" (Entschuldigung), gefolgt von "gdje je...?" (wo ist...?). "Gdje je plaža?" heißt "wo ist der Strand?", "gdje je toalet?" fragt nach der Toilette, und "gdje je autobusni kolodvor?" nach dem Busbahnhof. Antworten enthalten oft "lijevo" (links), "desno" (rechts) und "ravno" (geradeaus).

Auf dem Markt — etwa der berühmten Pazar-Markthalle Dolac in Zagreb oder den kleinen Fischmärkten in Split und Rijeka — machst du mit ein paar Zahlen und Grundwörtern viel Eindruck. "Koliko košta?" bedeutet "was kostet das?". Die Zahlen eins bis fünf lauten "jedan, dva, tri, četiri, pet". Frische Feigen, Lavendel aus Hvar, Olivenöl aus Istrien oder getrockneter Schinken ("pršut") sind typische Mitbringsel. Mit "ovo, molim" (dieses hier, bitte) und einem Fingerzeig kommst du fast immer ans Ziel.

  • "oprostite, gdje je...?" — Entschuldigung, wo ist...?
  • "lijevo / desno / ravno" — links / rechts / geradeaus
  • "koliko košta?" — was kostet das?
  • "jedan, dva, tri, četiri, pet" — eins bis fünf
  • "ovo, molim" — dieses hier, bitte

Notfall und Apotheke: in der ljekarna auf Nummer sicher

Kein schönes Thema, aber ein wichtiges: Im Urlaub kann immer etwas passieren, ein Sonnenbrand, ein verdorbener Magen nach zu viel gegrilltem Fisch oder ein Wespenstich beim Baden in einer einsamen Bucht. Die Apotheke heißt auf Kroatisch "ljekarna", und das grüne Kreuz führt dich zuverlässig hin. Mit "trebam lijek" (ich brauche ein Medikament) und ein wenig Zeigen kommst du weit; viele Apotheker an der Küste sprechen zudem Englisch oder etwas Deutsch, gerade in den Touristenorten.

Für den Ernstfall solltest du wissen: Der europaweite Notruf 112 gilt auch in Kroatien. Der Satz "trebam pomoć" heißt "ich brauche Hilfe", "zovite hitnu pomoć" bedeutet "rufen Sie den Rettungswagen". Das Wort "bolnica" steht für Krankenhaus und "liječnik" für Arzt. Mit der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) wirst du im kroatischen Gesundheitssystem behandelt — die Karte solltest du also unbedingt einpacken.

Auch kleine Höflichkeiten helfen im Stress: Ein "molim vas" (bitte, förmlich) beim Bitten um Hilfe und ein "hvala" danach zeigen, dass du auch in einer heiklen Lage respektvoll bleibst. Genau das schätzen die Menschen an der Adria.

Was du in zwei Wochen Kroatisch realistisch schaffst

Niemand wird in vierzehn Tagen fließend Kroatisch sprechen — und das ist auch gar nicht das Ziel. Realistisch ist etwas ganz anderes und viel Wertvolleres: Du kannst grüßen, dich bedanken, im Restaurant und auf dem Markt bestellen, nach dem Weg fragen und die Zahlen bis zehn verstehen. Du erkennst die Sonderzeichen und sprichst Ortsnamen wie Šibenik, Korčula oder Krk richtig aus, statt hilflos zu raten. Das reicht, um im Kroatienurlaub aus einem anonymen Touristen einen freundlichen Gast zu machen.

Wenn du täglich nur zehn bis fünfzehn Minuten übst, kannst du dir in den zwei Wochen vor der Abreise ein solides Reisevokabular aufbauen. Konzentriere dich auf die Situationen, die wirklich vorkommen: Begrüßung, Café und Konoba, Einkauf, Orientierung, Notfall. Der Rest kommt vor Ort fast von allein, weil Kroatisch eben so lautgetreu ist, dass du gehörte Wörter schnell wiedererkennst.

Am Ende zählt nicht die Grammatik, sondern der erste Eindruck: Wer an der kroatischen Küste mit "dobar dan" grüßt und mit "hvala lijepa" dankt, bekommt fast immer ein Lächeln zurück. Genau dieser Moment ist es, der einen Kroatienurlaub von einem bloßen Strandaufenthalt zu einer echten Begegnung mit dem Land macht.

  • Grüßen, danken und höflich fragen (dobar dan, hvala, molim)
  • Im Café und in der Konoba bestellen (kava, ćevapi, riba)
  • Auf dem Markt einkaufen und Preise verstehen (koliko košta?)
  • Nach dem Weg fragen und Richtungen verstehen (lijevo, desno)
  • Im Notfall die Apotheke und Hilfe finden (ljekarna, 112)
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