Spanisch für den Urlaub — Grundwortschatz & wichtige Sätze in 2 Wochen
Lerne Spanisch für den Urlaub schnell und kostenlos: In 2 Wochen reisefertig mit den wichtigsten Sätzen — inklusive Aussprache und Audio zu jedem Wort.
Alles für die Reise — in Häppchen
Die wichtigsten Wörter & Sätze
Begrüßung
6 VokabelnRestaurant
6 VokabelnHotel
6 VokabelnEinkaufen
6 VokabelnNotfall
6 VokabelnZahlen
6 VokabelnGemacht für die Reise
Wo dir Spanisch auf Reisen wirklich weiterhilft
Spanisch ist nach Chinesisch die Sprache mit den meisten Muttersprachlern weltweit: rund 500 Millionen Menschen sprechen es als Erst- oder Zweitsprache. Für dich als Reisenden heißt das, dass ein paar Sätze Spanisch nicht nur in einem Land Türen öffnen, sondern auf einem halben Kontinent und darüber hinaus. Kaum eine andere europäische Sprache deckt so viele beliebte Urlaubsziele auf einmal ab.
In Spanien selbst begegnet dir Spanisch (die Spanier nennen es meist castellano) überall: auf dem Festland in Madrid mit seinen Tapas-Bars und Museen, in Andalusien zwischen der Alhambra in Granada, der Mezquita in Córdoba und den weißen Dörfern der Sierra. In Barcelona und ganz Katalonien wirst du zusätzlich auf Katalanisch stoßen, das auf Schildern und Speisekarten oft zuerst steht, doch mit Spanisch kommst du auch dort problemlos durch. Auf den Balearen, also auf Mallorca und Ibiza, sowie auf den Kanaren rund um Teneriffa und Gran Canaria ist Spanisch ohnehin die Sprache, mit der du im Alltag am schnellsten ans Ziel kommst.
Und dann ist da noch ganz Lateinamerika: In Mexiko, Costa Rica, Argentinien, Kolumbien, Peru und vielen weiteren Ländern ist Spanisch Amtssprache. Wer heute für zwei Wochen Andalusien lernt, nimmt die Sprache für die Rucksackreise durch Mittelamerika im nächsten Jahr gleich mit. Diese enorme Reichweite macht das Lernen so lohnend wie bei kaum einer anderen Urlaubssprache.
- Spanien: Festland, Andalusien, Madrid, Barcelona/Katalonien
- Balearen: Mallorca, Ibiza
- Kanaren: Teneriffa, Gran Canaria
- Lateinamerika: Mexiko, Costa Rica, Argentinien und viele mehr
Warum die Aussprache leichter ist, als du denkst
Die gute Nachricht zuerst: Spanisch wird weitgehend so gelesen, wie es geschrieben steht. Anders als im Französischen oder Englischen verschluckst du keine Endungen und musst kaum stumme Buchstaben mitdenken. Wenn du die wenigen Sonderregeln kennst, kannst du praktisch jedes Wort auf einem Schild oder einer Speisekarte laut vorlesen und wirst verstanden. Das sorgt für schnelle Erfolgserlebnisse.
Ein paar Laute solltest du dir aber merken, weil sie im Deutschen fehlen. Das berühmte ñ, wie in España, klingt wie ein weiches nj (denk an das gn in Champagner). Das doppelte rr in perro (Hund) wird gerollt an der Zungenspitze, was am Anfang Übung braucht, aber charmant klingt. Das ll in llave (Schlüssel) sprichst du in Spanien meist wie ein j in ja. Und der Buchstabe j sowie das g vor e und i, etwa in jamón oder gente, klingen wie das raue ch in Bach.
Regional gibt es zwei Aussprachemuster für das c vor e/i und das z: In weiten Teilen Spaniens hörst du den ceceo, ein englisches th wie in think, weshalb Barcelona von Einheimischen fast wie Barthelona klingt. In Andalusien, auf den Kanaren und in ganz Lateinamerika dominiert dagegen der seseo, bei dem dieselben Buchstaben einfach wie ein scharfes s klingen. Beides ist völlig korrekt, du musst dich für keine Variante entscheiden und wirst mit beiden verstanden.
Diese lautgetreue, klare Aussprache ist der Grund, warum die Einstiegshürde bei Spanisch niedrig liegt. Du brauchst kein perfektes Rollen des rr, um dir ein Bier, ein Taxi oder den Weg zum Strand zu bestellen.
Im Restaurant und in der Tapas-Bar bestellen
Essen gehen ist in Spanien ein zentraler Teil des Urlaubs, und genau hier zahlt sich ein bisschen Spanisch sofort aus. Mit una mesa para dos, por favor (einen Tisch für zwei, bitte) kommst du an. Die Speisekarte heißt la carta, nicht el menú, denn el menú meint meist das feste Tagesmenü, das menú del día, das mittags oft günstig mehrere Gänge samt Getränk umfasst. Wer das bestellt, isst wie die Einheimischen und spart Geld.
In der Tapas-Bar zeigst du am einfachsten auf das, was hinter der Theke steht, und sagst una de esto, por favor (eine Portion davon, bitte). Nützlich ist der Unterschied zwischen einer kleinen tapa, einer mittleren ración und einer halben media ración. Typische Klassiker sind tortilla de patatas (Kartoffelomelett), gambas al ajillo (Knoblauchgarnelen), pan con tomate in Katalonien und jamón. Zum Abschluss bittest du mit la cuenta, por favor um die Rechnung.
Ein kultureller Hinweis, der dich vor knurrendem Magen bewahrt: In Spanien wird spät gegessen. Das Abendessen, la cena, beginnt vielerorts erst ab 21 oder 22 Uhr, und viele Küchen öffnen davor gar nicht. Wer um 19 Uhr in einem Lokal sitzt, ist meist unter Touristen. Trinkgeld ist übrigens nicht Pflicht und fällt gering aus: ein paar Münzen oder das Aufrunden gelten schon als freundlich, ein fester Prozentsatz wie in den USA wird nicht erwartet.
Nach dem Weg fragen und dich orientieren
Sich verlaufen gehört zum Reisen dazu, gerade in den verwinkelten Altstädten von Sevilla, Toledo oder dem Barri Gòtic in Barcelona. Die Schlüsselfrage lautet ¿Dónde está…? (Wo ist…?), also zum Beispiel ¿Dónde está la playa? für den Strand, ¿Dónde está la estación? für den Bahnhof oder ¿Dónde está el baño? für die Toilette. Fast noch höflicher ist der Einstieg mit Perdone, ¿para ir a…? (Entschuldigung, wie komme ich zu…?).
In den Antworten tauchen immer wieder dieselben Richtungswörter auf, die du erkennen solltest: a la derecha (nach rechts), a la izquierda (nach links), todo recto (geradeaus) und cerca beziehungsweise lejos für nah und weit. Auch wenn du nicht jedes Wort verstehst, verraten dir eine Handbewegung und diese paar Vokabeln oft schon die Richtung.
Praktisch für unterwegs sind zudem die Namen der typischen Orientierungspunkte: la plaza (der zentrale Platz), la calle (die Straße), la avenida (die breite Allee) und in Andalusien la catedral, die meist alles überragt. Fragst du nach dem Bus oder der U-Bahn, helfen el autobús, el metro und la parada (die Haltestelle). Ein freundliches Muchas gracias am Ende gehört immer dazu.
Auf dem Markt einkaufen und höflich handeln
Ein Bummel über den Mercado, etwa den Mercado de la Boquería in Barcelona oder einen Wochenmarkt in einem andalusischen Dorf, ist ein Erlebnis für sich. Hier fragst du mit ¿Cuánto cuesta? (Was kostet das?) oder bei mehreren Dingen ¿Cuánto es? nach dem Preis. Mengen gibst du einfach an: un kilo de naranjas (ein Kilo Orangen), medio kilo (ein halbes Kilo) oder un poco más (ein bisschen mehr).
Beim echten Handeln solltest du realistisch bleiben: Auf Lebensmittelmärkten und in normalen Geschäften sind die Preise fest, hier wird nicht gefeilscht. Auf Flohmärkten wie dem Rastro in Madrid, bei Souvenirs oder auf Kunsthandwerksmärkten kannst du dagegen freundlich fragen ¿Me hace un descuento? (Geben Sie mir einen Rabatt?) oder ¿Es lo último? (Ist das Ihr letzter Preis?). Ein Lächeln und Geduld bringen dabei mehr als hartes Drücken.
Bezahlt wird mit ¿Puedo pagar con tarjeta? (Kann ich mit Karte zahlen?), wobei auf kleinen Märkten oft nur efectivo, also Bargeld, gilt. Wenn du bekommst, was du wolltest, rundet ein Perfecto, gracias das Gespräch freundlich ab.
Im Notfall und in der Apotheke
Für den Ernstfall lohnt es sich, ein paar Sätze parat zu haben, auch wenn du sie hoffentlich nie brauchst. Der zentrale Ausruf ist ¡Ayuda! (Hilfe!) oder Necesito ayuda (Ich brauche Hilfe). Die Notrufnummer in Spanien ist die 112, unter der man dich auch auf Englisch bedient. Wichtig ist der Satz Llame a una ambulancia (Rufen Sie einen Krankenwagen) oder Llame a la policía.
Kleinere Wehwehchen klärst du in der farmacia, erkennbar am grünen Kreuz. Dort erklärst du dein Anliegen mit Me duele… und dem Körperteil, etwa Me duele la cabeza (Kopfschmerzen), Me duele el estómago (Bauchschmerzen) oder Me duele la garganta (Halsschmerzen). Spanische Apotheker beraten kompetent und geben viele Mittel auch ohne Rezept ab, etwa gegen Sonnenbrand (quemadura de sol) oder Reiseübelkeit.
Nützlich sind außerdem Allergiehinweise wie Soy alérgico a… (Ich bin allergisch gegen…) und der Hinweis Necesito un médico (Ich brauche einen Arzt). Deine Reisekrankenversicherung fragt man mit ¿Aceptan el seguro de viaje?. Schon diese wenigen Sätze nehmen im Zweifel viel Stress aus einer unangenehmen Situation.
Was in zwei Wochen vor der Reise realistisch ist
Erwarte nicht, in zwei Wochen fließend zu diskutieren, das schafft niemand. Aber genau darum geht es beim Urlaubsspanisch auch nicht. Realistisch machbar ist es, dir in täglich 15 bis 20 Minuten ein solides Grundgerüst aufzubauen: begrüßen und verabschieden, bestellen, nach Preis und Weg fragen, Zahlen bis hundert, höflich bitten und danken. Damit meisterst du die allermeisten Alltagssituationen einer Reise.
Der Schlüssel liegt in wenigen, oft wiederholten Bausteinen. Die Höflichkeitsfloskeln por favor (bitte) und gracias (danke) solltest du im Schlaf beherrschen, denn sie öffnen in Spanien und Lateinamerika sofort Sympathie. Ein freundliches Hola beim Betreten eines Ladens und ein Buenos días am Morgen gehören einfach dazu. Zur Begrüßung unter Bekannten und in privaten Runden gibt man sich in Spanien oft zwei Wangenküsschen, die berühmten dos besos, während im geschäftlichen Kontext der Handschlag üblich bleibt.
Konzentriere dich in den letzten Tagen vor dem Abflug auf die Situationen, die dich wirklich erwarten: Wenn du eine Woche auf Mallorca am Strand liegst, brauchst du andere Wörter als bei einer Städtereise durch Madrid. Ein paar gezielt gelernte Sätze, mutig ausgesprochen, bringen dir mehr Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ein als perfektes Schweigen. Die Einheimischen merken den Unterschied und danken es dir mit einem Lächeln.
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