Was ist Fraktur?
Fraktur (von lateinisch „fractura“, Bruch) ist eine gebrochene Druckschrift: Die Bögen der Buchstaben sind in kantige Teile „gebrochen“. Sie entstand Anfang des 16. Jahrhunderts im Umfeld Kaiser Maximilians I. und wurde zur wichtigsten Druckschrift im deutschen Sprachraum – für Bibeln, Bücher, Zeitungen und Urkunden, über 400 Jahre lang.
Mit dem Normalschrifterlass von 1941 verschwand Fraktur aus Schulen und Behörden. Heute begegnet sie uns vor allem auf Bierflaschen, Zeitungsköpfen, Wirtshausschildern und Urkunden.
Was beim Lesen hilft
- Das lange ſ sieht fast aus wie ein f – nur ohne den Querstrich rechts.
- Typische Ligaturen: ch, ck, tz und ſt werden zusammengezogen gesetzt.
- Große Buchstaben wie A, U, B, V und K, R verwechselt man anfangs leicht – vergleiche sie in der Tabelle unten.