Die schwerste Sprache der Welt
Gibt es die eine schwerste Sprache? Nicht ganz – es kommt darauf an, welche Sprache du schon sprichst. Hier siehst du, welche Sprachen als besonders schwer gelten, woran das liegt und wie es aus deutscher Sicht aussieht.
Die kurze Antwort
Als schwerste Sprachen für Menschen mit Englisch oder Deutsch als Muttersprache gelten Arabisch, Chinesisch (Mandarin), Japanisch und Koreanisch. Das Foreign Service Institute des US-Außenministeriums rechnet für sie mit rund 88 Unterrichtswochen bis zu gutem Berufsniveau – mehr als dreimal so lange wie für Spanisch oder Niederländisch.
So stuft das US-Außenministerium Sprachen ein
Das Foreign Service Institute bildet Diplomatinnen und Diplomaten aus und veröffentlicht, wie lange englische Muttersprachler im Schnitt bis zu gutem Berufsniveau brauchen. Die Einteilung ist die bekannteste ihrer Art. Für Deutsche verschiebt sie sich etwas – dazu weiter unten mehr.
| Kategorie | Dauer | Warum | Sprachen bei Langula |
|---|---|---|---|
| Kategorie I | etwa 24–30 Wochen | eng mit dem Englischen verwandt | |
| Kategorie II | etwa 36 Wochen | verwandt, aber mehr Grammatik | |
| Kategorie III | etwa 44 Wochen | deutlich andere Struktur oder Schrift | |
| Kategorie IV | etwa 88 Wochen | eigene Schrift, sehr andere Struktur |
Quelle: Foreign Service Institute, U.S. Department of State. Dauer in Unterrichtswochen für englische Muttersprachler; die Tabelle zeigt die Sprachen, die du bei Langula lernen kannst.
Was eine Sprache schwer macht
Eine neue Schrift
Für den Alltag braucht Chinesisch rund 3.000 Schriftzeichen, Japanisch mischt drei Schriftsysteme. Arabisch schreibt man von rechts nach links und meist ohne kurze Vokale.
Töne
Im Mandarin verändert die Tonhöhe die Bedeutung: „ma“ kann je nach Ton Mutter, Hanf, Pferd oder schimpfen heißen.
Viele grammatische Formen
Finnisch kennt 15 Fälle, Polnisch sieben und Russisch sechs – Substantive, Adjektive und Zahlwörter ändern ihre Endung.
Ungewohnte Laute
Die Kehllaute im Arabischen oder die Unterscheidung von behauchten, unbehauchten und gespannten Konsonanten im Koreanischen brauchen Übung.
Wenig gemeinsamer Wortschatz
Bei Niederländisch erkennst du viele Wörter sofort wieder. Bei Koreanisch oder Finnisch fängst du fast bei null an.
Und für Deutsche?
Wer Deutsch als Muttersprache spricht, hat bei manchen Sprachen einen Vorsprung. Niederländisch, Dänisch, Norwegisch und Schwedisch teilen viel Wortschatz und Satzbau mit dem Deutschen, Plattdeutsch sowieso.
Mit Fällen und grammatischem Geschlecht kennst du dich außerdem schon aus – ein Vorteil bei Polnisch, Russisch oder Kroatisch, die englischen Muttersprachlern besonders schwerfallen.
An der Spitze ändert sich nichts: Arabisch, Chinesisch, Japanisch und Koreanisch sind auch für Deutsche die größte Hürde – vor allem wegen Schrift und Aussprache.
Wie weit Lernende bei Langula kommen
Abschlüsse von Lektion 10 im Verhältnis zu Lektion 1, zusammengefasst nach den Kategorien oben. Ausgewertet aus anonymen Nutzungsdaten; gezählt werden Lektionen, keine Personen.
Hör rein: „Hallo“ in Sprachen der Kategorien III und IV
So wird eine schwere Sprache leichter
- Jeden Tag zehn Minuten üben statt einmal pro Woche eine Stunde.
- Früh laut sprechen und die eigene Aussprache mit Aufnahmen vergleichen.
- Die Schrift in kleinen Portionen lernen – das koreanische Alphabet schaffen viele an einem Wochenende.
- Wörter mit Karteikarten und einem Wiederholungssystem festigen.
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