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Wissen

Lerntypen: Was hinter visuell, auditiv & Co. steckt

Fast jede und jeder hat schon einen Lerntyp-Test gemacht. Hier erfährst du, was das Modell sagt, was die Forschung dazu herausgefunden hat und welche Methoden wirklich helfen.

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Klassische Lerntypen
4
visuell, auditiv, haptisch, kommunikativ
Belegte Methoden
6
auf dieser Seite
Das Modell

Die vier klassischen Lerntypen

So beschreibt das bekannte Modell die Unterschiede.

VisuellLernt angeblich am besten mit Bildern, Farben und Mindmaps.
AuditivSoll vor allem durch Zuhören und Vorlesen behalten.
HaptischLernt der Theorie nach durch Anfassen, Bewegen und Ausprobieren.
Kommuni­kativBehält angeblich am meisten im Gespräch mit anderen.
Was wirklich hilft

Die 6 wirksamsten Lernmethoden

Sortiert nach Stärke der Belege – nicht nach Lerntyp.

  1. Wiederholen in Abständen

    Kurz vor dem Vergessen wiederholen verankert Wörter dauerhaft.

    Passt zuallenVokabeln

    sehr gut belegt
    Vokabeltrainer
  2. Selbsttest statt Nachlesen

    Sich selbst abfragen wirkt stärker als Lesen oder Markieren.

    Passt zuPrüfungenGrammatik

    sehr gut belegt
    Karteikarten
  3. Hören und Sehen kombinieren

    Wort, Schrift und Klang zusammen bleiben besser hängen als jedes allein.

    Passt zuEinsteigernneuen Schriften

    gut belegt
    Lektionen mit Audio
  4. Laut sprechen

    Wer Wörter selbst ausspricht, erinnert sich besser an sie.

    Passt zuAusspracheReisen

    gut belegt
    Aussprache üben
  5. Kurze tägliche Einheiten

    Zehn Minuten jeden Tag bringen mehr als eine Stunde am Wochenende.

    Passt zuwenig Zeit

    gut belegt
    Tagesquiz
  6. Sätze statt Einzelwörter

    Wörter im Zusammenhang lernen hilft beim Verstehen und Anwenden.

    Passt zuFortgeschrittenenAlltag

    belegt
    Sätze mit Karaoke

Einordnung nach Dunlosky u. a. (2013), Psychological Science in the Public Interest, sowie Studien zum Lauteffekt beim Lernen (MacLeod u. a. 2010).

Selbsttest

Drei Fragen zu deinen Lerngewohnheiten

Am Ende bekommst du Tipps – keinen Typ.

0 von 3
Frage 1 von 3Wann lernst du meistens?
Frage 2 von 3Wie prüfst du, ob du Wörter kannst?
Frage 3 von 3Sprichst du die Wörter laut aus?
Ergebnis

Deine Tipps

Kein Etikett, sondern drei Ideen zum Ausprobieren.

    Direkt ausprobieren: erste Lektion
    Fragen

    Häufige Fragen

    Gibt es Lerntypen wirklich?
    Vorlieben gibt es: Manche lernen lieber mit Bildern, andere lieber mit Audio. Dass Menschen besser lernen, wenn der Unterricht zu ihrem „Typ“ passt, ist aber nicht belegt.
    Woher kommt das Modell der Lerntypen?
    Im deutschsprachigen Raum geht es vor allem auf das Buch „Denken, Lernen, Vergessen“ von Frederic Vester (1975) zurück. Durch Lerntyp-Tests in Schulen und Ratgebern wurde es sehr bekannt.
    Schadet es, nach dem eigenen Lerntyp zu lernen?
    Nicht direkt. Wer sich aber auf einen Sinn beschränkt, verschenkt Wirkung – Wörter bleiben besser hängen, wenn du sie siehst, hörst und selbst aussprichst.
    Was ist die beste Lernmethode?
    Am besten belegt sind Wiederholen in Abständen und Selbsttests, also sich selbst abfragen statt nur nachzulesen.
    Wie setzt Langula das um?
    Mit Karteikarten in fünf Fächern, einem Vokabeltest nach jeder Lektion, Aussprache zu jedem Wort und kurzen Lektionen.

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