Sprachen der Länder

Welche Sprache spricht man in der Schweiz?

Die Schweiz hat vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Im Norden und in der Mitte spricht man Deutsch, im Westen (Romandie) Französisch, im Tessin Italienisch und in Teilen Graubündens Rätoromanisch. Im Alltag der Deutschschweiz hörst du vor allem Schweizerdeutsch.

4Landessprachen
~62 %Deutsch
~23 %Französisch
~8 %Italienisch

Wo in der Schweiz welche Sprache gesprochen wird

Jeder Kanton legt selbst fest, welche Amtssprache bei ihm gilt. Die meisten Kantone sind deutschsprachig. Genf, Waadt, Neuenburg und Jura sind französischsprachig, das Tessin ist italienischsprachig. Bern, Freiburg und Wallis sind zweisprachig mit Deutsch und Französisch.

Graubünden ist als einziger Kanton dreisprachig: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. In seinen Südtälern wie dem Misox und dem Puschlav spricht man Italienisch. Die Karte zeigt die Amtssprachen der Kantone, nicht die einzelnen Gemeinden. Tippe auf eine Region, um sie zu hören.

Deutschschweiz

Deutsch und Schweizerdeutsch

~62 % · Zürich, Basel, Luzern, St. Gallen, Chur

Gesprochen wird Mundart, geschrieben Hochdeutsch ohne ß.

  • GrüeziHallo, Guten Tag
  • Merci vielmalVielen Dank
  • Nateldas Handy
Karte: Natural Earth, Amtssprachen der Kantone. Vereinfacht.

Die vier Landessprachen der Schweiz

Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch sind Landessprachen. Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Rätoromanisch ist Amtssprache, wenn der Bund mit Rätoromanischsprachigen zu tun hat. Fragt man nach der Hauptsprache, nennen etwa 62 Prozent Deutsch, 23 Prozent Französisch und 8 Prozent Italienisch. Rätoromanisch ist mit rund einem halben Prozent die kleinste Landessprache. Englisch nennen schon etwa 6 Prozent als eine ihrer Hauptsprachen.

Die Sprachen der Schweiz auf einen Blick

SpracheWoAnteilGrößte Städte
DeutschNord-, Zentral- und Ostschweiz~62 %Zürich, Basel, Bern, Luzern
FranzösischWestschweiz (Romandie)~23 %Genf, Lausanne, Freiburg, Sitten
ItalienischTessin, Südtäler Graubündens~8 %Lugano
RätoromanischTeile Graubündens~0,5 %vor allem Dörfer

Anteile gerundet, nach Angaben des Bundesamts für Statistik. Mehrfachnennungen sind möglich, daher ergibt die Summe mehr als 100 Prozent.

Schweizerdeutsch: Mundart und Hochdeutsch

In der Deutschschweiz spricht man im Alltag Mundart, also Dialekt: Berndeutsch, Zürichdeutsch und viele andere. Geschrieben wird dagegen Hochdeutsch, genauer Schweizer Hochdeutsch. Es kommt ohne ß aus, man schreibt also „Strasse“ statt „Straße“.

Als Deutsche oder Österreicher verstehst du Mundart oft nur schwer. Keine Sorge: Mit Gästen wechseln die meisten Schweizer ins Hochdeutsche. Ein paar Helvetismen begegnen dir trotzdem überall: Das Fahrrad heißt „Velo“, das Handy „Natel“, man grüßt mit „Grüezi“ und bedankt sich mit „Merci“.

Was ist der Röstigraben?

Röstigraben nennt man umgangssprachlich die Sprachgrenze zwischen der Deutschschweiz und der französischsprachigen Westschweiz. Der Begriff steht auch dafür, dass beide Landesteile bei Abstimmungen oft unterschiedlich stimmen. Direkt an dieser Grenze liegen zwei zweisprachige Städte: Biel/Bienne ist die größte zweisprachige Stadt der Schweiz, und Freiburg/Fribourg liegt genau auf der Sprachgrenze. Dort hörst du auf der Straße beide Sprachen.

Französisch in der Romandie: septante und huitante

Das Französisch der Westschweiz ist dasselbe wie in Frankreich, mit ein paar Eigenheiten. Für 70 sagt man „septante“ und für 90 „nonante“. In der Waadt, im Wallis und in Freiburg heißt die 80 außerdem „huitante“, in den übrigen Kantonen wie in Frankreich „quatre-vingts“. Auch die Mahlzeiten heißen anders, so wie in Belgien: „le déjeuner“ ist das Frühstück, „le dîner“ das Mittagessen und „le souper“ das Abendessen.

Italienisch im Tessin und in Graubünden

Im Tessin ist Italienisch Amts- und Alltagssprache, ebenso in den italienischsprachigen Südtälern Graubündens wie dem Misox und dem Puschlav. Wer Italienisch aus Italien kennt, versteht hier alles. Ein paar Schweizer Wörter fallen aber auf: Auch im Tessin sagt man zum Handy „il natel“.

Rätoromanisch: die kleinste Landessprache

Rätoromanisch spricht man nur in Graubünden, und es ist keine einheitliche Sprache. Es gibt mehrere Idiome, zum Beispiel Sursilvan und Vallader, die sich deutlich unterscheiden. Als gemeinsame Schriftsprache gibt es Rumantsch Grischun. Ein typischer Gruß ist „Allegra“. Fast alle Rätoromanen sprechen auch Deutsch, du kommst in Graubünden also mit Deutsch überall durch.

Welche Sprache solltest du für die Schweiz lernen?

Mit Deutsch kommst du in der Deutschschweiz gut zurecht, auch wenn du die Mundart anfangs kaum verstehst. Für Genf, Lausanne, das Wallis und die übrige Romandie lohnt sich Französisch, für das Tessin Italienisch. In Städten wie Zürich, Genf und Basel hilft oft auch Englisch, und viele Schweizer lernen in der Schule eine zweite Landessprache und Englisch. Französisch und Italienisch kannst du bei Langula kostenlos lernen, mit Aussprache zu jedem Wort und Satz. Welche Sprachen sich für Reisen lohnen, zeigen die Urlaubssprachen.

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Häufige Fragen

Wie viele Sprachen spricht man in der Schweiz?

Die Schweiz hat vier Landessprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Dazu kommen viele andere Sprachen, vor allem Englisch, das etwa 6 Prozent als eine ihrer Hauptsprachen nennen.

Verstehen Deutsche Schweizerdeutsch?

Oft nur schwer, denn Mundart unterscheidet sich stark vom Hochdeutschen. Geschrieben wird aber Hochdeutsch, und mit Gästen sprechen die meisten Schweizer Hochdeutsch.

Spricht man in der Schweiz Englisch?

Englisch ist keine Landessprache, wird aber besonders in Zürich, Genf und Basel viel gesprochen. In Genf sitzen viele internationale Organisationen.

Welche Sprache spricht man in Genf?

Französisch. Genf liegt in der Romandie, der französischsprachigen Westschweiz. Wegen der internationalen Organisationen hörst du dort auch viel Englisch.

Was heißt „Grüezi“?

„Grüezi“ ist der typische Gruß in der Deutschschweiz, etwa „Guten Tag“. In Bern sagt man eher „Grüessech“.

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