Modalverben im Englischen: can, could, must, should, may, might, will, would

Modalverben sagen, wie du zu einer Handlung stehst: ob du etwas kannst, darfst, musst oder solltest. Im Englischen sind sie einfacher gebaut als im Deutschen, haben aber ein paar Fallen, vor allem bei must und mustn't.

Schau hin

Die Regel

Modalverben (can, could, must, should, may, might, will, would) verändern die Bedeutung des Hauptverbs und drücken Fähigkeit, Erlaubnis, Pflicht, Rat oder Möglichkeit aus. Nach ihnen steht immer die Grundform des Verbs ohne 'to'.

Nach Modalverben steht die Grundform: She can swim (nicht 'can swims').

Kein -s in der dritten Person: He can (nicht 'cans'), she must (nicht 'musts').

'Can' = Fähigkeit/Erlaubnis; 'could' = vergangene Fähigkeit oder höfliche Bitte.

'Must' = starke Verpflichtung; 'should' = Rat/Empfehlung.

'May/might' = Möglichkeit; 'may' wird auch für formelle Erlaubnis verwendet.

Die wichtigsten Modalverben im Überblick

Die Modalverben im engeren Sinn sind can, could, may, might, must, shall, should, will und would. Dazu kommen Verbindungen mit ähnlicher Funktion wie have to, ought to und had better. Die Tabelle zeigt die häufigste Bedeutung mit einem Beispiel.

ModalverbBedeutungBeispielErsatzform
canFähigkeit, Möglichkeit, informelle ErlaubnisI can swim. Can I sit here?be able to
couldFähigkeit in der Vergangenheit, höfliche Bitte, vage MöglichkeitShe could read at four. Could you help me?was/were able to
mayformelle Erlaubnis, MöglichkeitMay I come in? It may rain.be allowed to
mightgeringere MöglichkeitHe might be late.-
muststarke Pflicht, logische SchlussfolgerungYou must stop. He must be tired.have to
shouldRat, EmpfehlungYou should see a doctor.ought to
willZukunft, spontane Entscheidung, VersprechenI will call you.be going to
wouldhöfliche Bitte, Wunsch, BedingungWould you like tea?-
shallAngebot oder Vorschlag mit I/weShall I open the window?-

Bildung: Verneinung, Frage und Kurzformen

Modalverben verhalten sich anders als normale Verben. Es gibt kein -s in der dritten Person, kein do und kein to vor dem Hauptverb. Für die Frage stellst du das Modalverb vor das Subjekt, für die Verneinung hängst du not an.

BejahtVerneintFrage
canShe can drive.She can't (cannot) drive.Can she drive?
couldHe could swim.He couldn't swim.Could he swim?
mustYou must go.You mustn't go.Must I go?
shouldWe should wait.We shouldn't wait.Should we wait?
willIt will work.It won't work.Will it work?
wouldI would help.I wouldn't help.Would you help?

must, mustn't und don't have to: die größte Falle

Im Deutschen heißt „Du musst nicht kommen“ so viel wie „Du brauchst nicht zu kommen“. Im Englischen ist mustn't aber ein Verbot: You mustn't come heißt „Du darfst nicht kommen“. Für „nicht müssen“ nimmst du don't have to oder needn't: You don't have to come.

Must drückt eine Pflicht aus, die vom Sprecher kommt (I must call my mother). Have to beschreibt eine Pflicht von außen, etwa durch Regeln (I have to wear a uniform). Must gibt es nur in der Gegenwart. Für Vergangenheit und Zukunft weichst du auf have to aus. Du sagst deshalb I had to work yesterday und I will have to work tomorrow.

can, could, may und might: Fähigkeit, Erlaubnis, Möglichkeit

Can nennt eine Fähigkeit (I can cook) oder in lockerer Sprache eine Erlaubnis (You can use my pen). Could ist die Vergangenheit für allgemeine Fähigkeiten (I could swim when I was six) und eine höfliche Bitte (Could you open the door?). Für ein einzelnes Ereignis in der Vergangenheit nimmst du was able to: I was able to finish the test yesterday.

Bei Möglichkeiten sind may und might fast austauschbar. Might ist etwas unsicherer: It may rain (gut möglich) und It might rain (vielleicht). Might not ist üblich, mightn't dagegen selten.

should, ought to, will und would

Should gibt einen Rat und ist weniger stark als must: You should drink more water. Ought to bedeutet fast dasselbe, wirkt aber formeller. In der Verneinung nimmt man meist shouldn't.

Will nutzt du für Vorhersagen, Versprechen und spontane Entscheidungen (I'll help you). Would braucht man für höfliche Bitten (Would you pass the salt?), für Wünsche (I would like a coffee) und in Bedingungssätzen (If I had time, I would go). Shall kommt fast nur noch in Angeboten und Vorschlägen mit I und we vor: Shall we start?

Modalverben in der Vergangenheit

Für Aussagen über die Vergangenheit setzt du have und das Past Participle hinter das Modalverb. So sagst du, was möglich oder verpasst war.

FormBedeutungBeispiel
must have + PartizipIch bin sicher, dass es so warShe must have forgotten.
can't have + PartizipIch bin sicher, dass es nicht so warHe can't have seen us.
might / may have + PartizipVielleicht ist es passiertThey might have missed the bus.
should have + PartizipEs wäre besser gewesen, hat aber nicht stattgefundenYou should have called me.
had to + GrundformPflicht in der VergangenheitWe had to wait.

Typische Fehler

Übungen mit Lösungen

  1. You ___ drive without a license.
    Wähle das richtige Modalverb.
    1. mustn't
    2. shouldn't
    3. can
    4. might
    Lösung
    mustn't — Es ist verboten: starkes Verbot
  2. She ___ play the violin when she was five. (ability in the past)
    Setze das richtige Modalverb ein.
    Lösung
    could — Vergangene Fähigkeit
  3. He cans speak French.
    Korrigiere den Fehler.
    Lösung
    He can speak French. — Kein -s bei Modalverben
  4. You look tired. You ___ go to bed.
    Wähle das richtige Modalverb.
    1. must
    2. should
    3. can
    4. may
    Lösung
    should — Ratschlag
  5. It ___ rain tomorrow; take an umbrella. (possibility)
    Setze das richtige Modalverb ein.
    Lösung
    might — Möglichkeit ausdrücken
  6. ___ I use your phone?
    Wähle die richtige Form.
    1. Must
    2. Should
    3. May
    4. Will
    Lösung
    May — Höfliche Erlaubnis
  7. You should to study harder.
    Korrigiere den Fehler.
    Lösung
    You should study harder. — Kein 'to' nach Modalverben

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Häufige Fragen

Was sind Modalverben im Englischen?

Modalverben sind Hilfsverben, die die Aussage eines Satzes verändern: Fähigkeit (can), Erlaubnis (may), Pflicht (must), Rat (should) oder Möglichkeit (might). Sie stehen mit der Grundform eines Verbs ohne to, haben kein -s und bilden Frage und Verneinung ohne do.

Was ist der Unterschied zwischen must und have to?

Must drückt eine Pflicht aus, die du selbst für wichtig hältst oder die der Sprecher festlegt. Have to beschreibt eine Pflicht von außen, etwa durch Regeln oder Gesetze. Beide sind in der Bejahung fast gleichwertig, aber mustn't (Verbot) und don't have to (keine Pflicht) bedeuten etwas völlig anderes.

Wann benutze ich can und wann may?

Can ist normal im Alltag und für Fähigkeit und lockere Erlaubnis: Can I borrow your pen? May klingt höflicher und formeller: May I leave the room? Bei einer Möglichkeit bedeutet may, dass etwas gut möglich ist.

Wie sage ich could have, should have und must have?

Nach dem Modalverb steht have und das Past Participle. You should have called heißt „Du hättest anrufen sollen“, he must have left heißt „er muss gegangen sein“ und they could have won heißt „sie hätten gewinnen können“.

Was ist der Unterschied zwischen will und would?

Will beschreibt die Zukunft, ein Versprechen oder einen spontanen Entschluss: I'll call you tonight. Would ist die höfliche oder hypothetische Variante und kommt bei Bitten und in Bedingungssätzen vor: Would you help me? If I were rich, I would travel.

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