thank you
THÄNK juuDanke
Danke ist in Österreich ein Wort mit doppeltem Boden: Auf die Frage, ob du noch etwas möchtest, kann Danke ein Ja und ein Nein bedeuten, je nach Tonfall. Dazu kommen Danke vielmals, Dankeschön und das ältere Vergelt's Gott, das man am Land noch hört. Auf dieser Seite steht dasselbe Wort in vielen Sprachen nebeneinander – mit Formen, die sich in der Höflichkeit unterscheiden, und mit Herkünften, die überraschen.
thank you
THÄNK juuDanke
Manche Sprachen bauen die Höflichkeitsstufe direkt ins Wort. Das japanische ありがとうございます ist die lange, förmliche Form; wer die Endung weglässt, klingt vertraut bis salopp. Im Koreanischen liegt 고마워요 in der mittleren Stufe, höflich, aber nicht steif. Im Deutschen regeln wir dasselbe über Zusätze: Danke, danke vielmals, herzlichen Dank, und in Österreich zusätzlich über den Titel im Satz davor.
Andere Sprachen haben nur eine Form und regeln alles über den Ton. Das dänische tak, das schwedische tack und das norwegische takk sind einsilbig und passen überall hin; die Höflichkeit steckt in der Stimme, nicht im Wort. Im Türkischen wirkt teşekkürler schon durch seine Länge zugewandt, während kürzere Varianten beiläufiger klingen.
Das russische спасибо ist aus einem Wunsch zusammengezogen, der Gott anruft: Gott möge dich retten. Damit steckt dahinter dasselbe Denkmuster wie in unserem Vergelt's Gott – der Dank wird nicht selbst geleistet, sondern von einer höheren Instanz erbeten. Wer das einmal weiß, merkt sich das Wort deutlich leichter, weil es nicht mehr beliebig wirkt.
Das französische merci geht auf ein Wort für Lohn und Gnade zurück, das italienische grazie und das spanische gracias auf die Gunst. Im Kroatischen gehört hvala zum Verb loben, im Polnischen ist dziękuję mit unserem danken verwandt und über das Tschechische eingewandert. Im Deutschen hängt danken wiederum mit denken zusammen: Man behält den anderen im Sinn.
hvala beginnt mit hv-, zwei Konsonanten, zwischen die wir gern einen Vokal schmuggeln. Im Kroatischen bleiben sie zusammen, und das h ist deutlich hörbar. Das polnische dziękuję hat mit ę einen nasalen Vokal, der am Wortende fast wie ein kurzes e klingt, und mit dzi einen weichen Laut, für den es im Deutschen gar keine Schreibung gibt.
Im Rumänischen steckt in mulțumesc ein ț, also ein klares ts, mitten im Wort, und betont wird die letzte Silbe. Das griechische ευχαριστώ hat den Akzent ebenfalls hinten, ef-cha-ri-stó, und beginnt mit einem ef, obwohl dort ευ geschrieben steht. Beim chinesischen 谢谢 wird die zweite Silbe leicht und unbetont gesprochen, nicht als volle Wiederholung der ersten.
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