goodbye
gud-BEIAuf Wiedersehen
„Auf Wiedersehen“ verspricht wörtlich ein Wiedersehen – nicht jede Sprache macht dieses Versprechen bei jedem Abschied. Manche Wörter bedeuten eigentlich nur „bis später“, andere unterscheiden, ob die sprechende Person selbst geht oder bleibt. Hier hörst du, wie 26 Sprachen sich verabschieden – mit den Lauten, die deutschen Ohren ungewohnt vorkommen, und der Betonung, die oft ganz anders sitzt als im Deutschen.
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gud-BEIAuf Wiedersehen
Die meisten der hier versammelten Wörter bedeuten wörtlich „bis zum Wiedersehen“ – nur wenige weichen davon ab. Das Portugiesische „até logo“ heißt eigentlich „bis später“ statt „auf Wiedersehen“ im engeren Sinn und bleibt entsprechend für kurze Trennungen reserviert.
Im Koreanischen richtet sich die Wahl außerdem danach, wer geht: „안녕히 가세요“ ist für die Person bestimmt, die den Ort verlässt, eine andere Formel gilt für die, die bleibt. Auch innerhalb des deutschen Sprachraums gibt es Unterschiede: Das österreichische „Pfiat di“ ist rein umgangssprachlich und ersetzt im Alltag oft das förmlichere „Auf Wiedersehen“.
Im Arabischen verschmelzen bei „إِلَى اللِّقَاءِ“ [ʔilaː lliˈqaːʔi] zwei Wörter zu einem doppelten l – hörbar am „lli“ in der Mitte. Betont wird die Silbe „qaː“. Im Chinesischen tragen bei „再见“ [tsaɪ̯˥˩ tɕjɛn˥˩] beide Silben denselben fallenden Ton – ungewohnt für deutsche Ohren, die Tonhöhe sonst nicht als Bedeutungsträger kennen.
Im Italienischen liegt die Betonung bei „arrivederci“ [arriveˈdertʃi] auf der vorletzten Silbe, „der“ – deutlich weiter hinten im Wort, als deutsche Sprecher oft vermuten. Im Französischen trägt „au revoir“ [o.ʁə.vwaʁ] dagegen gar keine feste Wortbetonung – anders als im Deutschen liegt der Akzent auf der ganzen Wortgruppe, nicht auf einer einzelnen Silbe. Im Japanischen macht bei „さようなら“ [sajoːnaɾa] allein die Länge des zweiten Vokals den Unterschied zu einer kürzeren Silbe.
Deutschsprachige übertragen die eigene Gewohnheit, meist eine vordere Silbe zu betonen, gern auch auf andere Sprachen. Im Türkischen liegt die Betonung bei „hoşça kalın“ [hoʃˈtʃa kaˈlɯn] aber auf der jeweils letzten Silbe jedes Wortes, im Polnischen bei „do widzenia“ [dɔ viˈdzɛɲa] auf der vorletzten und im Rumänischen bei „la revedere“ [la reveˈdere] ebenfalls nicht vorn.
Beim Französischen passiert oft das Gegenteil: Weil „au revoir“ keine feste Betonungssilbe hat, sprechen Deutschsprachige es häufig mit künstlichem Nachdruck auf einer Silbe aus, meist der letzten – im Französischen wirkt das dann ungewohnt akzentuiert.
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